Katzen sind überall. Maru, die „Stunt-Katze“ hüpft sich durch japanische Wohnzimmer, Simon’s Cat treibt Simon in den Wahnsinn und diese hier ist einfach nur scary.
Sophos baut seinen kompletten Security Report visuell und inhaltlich auf Cat Content auf, Araki the Cat hat einen eigenen Twitter-Account und Tiervideos auf YouTube werden zum Inhalt eines komplexen und ausführlichen Aprilscherzes.
Aber woher kommt dieser Boom und diese Zuneigung zu Tier- und vor allem Katzenvideos im Netz?
Vielleicht ist es die Nähe und Verfügbarkeit der Videoprotagonisten: Katzen sind eben immer da, man kann sie einfach in den eigenen vier Wänden ablichten und muss nicht einmal rausgehen oder auf das richtige Licht warten. Außerdem haben sie einen persönlichen Bezug zum Kameramenschen und treten gerne mit ihm in Interaktion. Schließlich kann man auch nicht abstreiten, dass sie einfach niedlich sind. Sie haben von Natur aus einen flauschigen Niedlichkeitsfaktor, gepaart mit graziler Telegenität.
Der virale Aspekt beinhaltet sicherlich auch, dass Menschen sich über Tiere lustig machen können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Die Katzen machen sich vor der Kamera oft lächerlich, die Videos werden trotzdem oder gerade deswegen weitergeleitet. Die Hemmschwelle sitzt hier deutlich tiefer.
Ganz unabhängig vom omnipräsenten Cat Content ist es auch v.a. für Programmierer wichtig, eine Katze zu haben. Das weiß Marc Finnern, Senior Developer bei Akom360:
„An einem ganz normalen Morgen, 5.00 Uhr der Wecker klingelt , die Laune ist noch etwas getrübt, aber die der Katze nicht. Sie springt erst einmal voller Elan aufs Bett, beginnt zu schnurren und möchte ihre Art von einem „Guten Morgen“ ausdrücken. Damit dies noch unterstrichen wird, fängt die Katze an, ihre Milch-Tapser zu verteilen. Wow… welch ein guter Start in den Tag denke ich mir immer.
Nach der ersten kleinen Kuscheleinlage tue ich ihr etwas Gutes: Futter! Da man direkt etwas zu tun hat, kann man sich auch keine weiteren Gedanken um die Uhrzeit machen. Nach der ersten Tasse Kaffee geht man an den Rechner und will starten, so funktioniert das leider nicht…
Die Katze, die gerade auf Gute-Laune-Kurs ist, will erst mal noch etwas Aufmerksamkeit haben. Nach getaner Arbeit, hüpft sie dann auf den Schoß und los geht’s mit den ersten Zeilen Code.
Am späten Nachmittag, wacht die Katze dann in der Regel wieder auf, springt auf den Schreibtisch und blockiert erstmal den Monitor. Nach wiederholten Versuchen sie zu verscheuchen, gibt man erstmal auf. Das erste was mir dann immer auffällt, ups schon so spät? Jeder, der das Dasein im Tunnel kennt, weiß, dass man vergisst zu essen. Aber nicht wenn man eine Katze hat: die erinnert einen immer schön daran, die Zeiten einzuhalten und etwas für sie und sich zu tun. Hinzukommt: Je später der Abend umso mehr Aufmerksamkeit verlangt das Tier, so kommt man gar nicht erst dazu hungrig und übermüdet 18 Stunden durchzuarbeiten.
Tja und somit kann ich nur allen Programmierern ans Herz legen, schafft euch eine Katze an und versinkt nicht zu sehr in eure Code-Zeilen!“
