Keine Regeln, Kreativität pur, sich an der Wand ausleben – das bedeutet Graffiti. Beim „Sprayen“ beschäftigt man sich intensiv mit der Darstellung von einzelnen Buchstaben, die immer wieder variiert wird. Jeder Künstler hat dabei einen festen Namen bzw. einen festen Schriftzug, den er immer wieder neu interpretiert. Akoms Junior Screen Designer Armin Kiss-Istok konzentriert sich seit 1998 auf die Buchstaben und den Schriftzug: „Fade“. Die deutsche Bedeutung passt nicht nur zum Graffiti-Thema, die Buchstaben sind für Armin auch am interessantesten dazustellen.
Noch heute arbeitet er oft mit Bleistift und Papier, um Grundskizzen für Graffitis festzuhalten. Bei der Umsetzung läuft vieles aber auch spontan ab. Etwa sechs Stunden benötigt er, um einen Schriftzug plus Figurenelement wie im oben gezeigten Bild zu erstellen. In München gibt es in der Poccistraße eine freie „legale“ Wand, die besprüht werden darf, dort ist das Bild entstanden.
Armin malt auch auf Veranstaltungen und Events wie z. B. der STROKE.ARTFAIR, die Ende Mai in München stattfindet. Mad C, Dave oder Reso gehören zu seinen Vorbildern, von denen er behauptet: „Sie haben die harmonische Zusammenstellung von Buchstaben, den sogenannten Styles, einfach perfektioniert“.
Das gestalterische Talent nutzt er bei Akom360 beim Screen Design. An seinem Hobby schätzt er vor allem das extrem freie Element mit jeglichen Regeln brechen zu dürfen. Nur an die eigenen Style-Regeln kann man sich halten. „Bei der täglichen Arbeit kann ich oftmals mein Hobby sehr gut mit einfließen lassen, da gewisse Vorgehensweisen in beiden Bereichen, Graffiti und Screen Design, ähnlich sind. Schicht für Schicht, Layer über Layer, entstehen so meine Bilderwelten.“
